Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News | EURO Forum

Konstruktion des Wörthersee Stadions

Stadtpresse Klagenfurt / Horst
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Aufgrund der Bodenverhältnisse wurden neuartige Methoden der Bodenverbesserung und der Fundierung angewendet.

Die Trag- und Stiegenkonstruktionen des Unterranges, das Westgebäude, sowie die Verteilerebene bestehen aus Ortbeton, Betonfertigteilen und Hohldielen. Der Oberrang und die Dachkonstruktion sind in Stahl ausgeführt.
Zurückgebaut wird der Oberrang. Das Westgebäude und das Stadion, ab der Verteilerebene bleiben bestehen. Die abgebauten Teile werden wieder verwendet. Die zusätzlich erforderlichen Ausstattungen werden angemietet, wie Stiegen, Tribünen, Kioske, Sanitäranlagen, technische Mehrausrüstungen ect. Der beim Rückbau entstehende, verlorene Aufwand bleibt dadurch relativ gering.

Eine großartige technische Leistung stellt die Vorgangsweise bei der Dachabsenkung dar, da damit keine architektonische Veränderung des Baukörpers erfolgt und der Gesamteindruck, wie er während der Europameisterschaft dargeboten wird, voll erhalten bleibt.

Das Ballsportzentrum und die Fußballakademie sind in Stahlbetonskelettbauweise konzipiert, um den Ausbau möglichst variabel gestalten zu können. Die Trainingshallen erhalten eine Holzleimbinder Dachkonstruktion.

Gestaltung und Material

Stadion: Die vordere Dachhaut über den Tribünen besteht aus transparenten Doppelstegplatten, der rückwärtige Teil (Sichel) aus einer Metalldeckung. Raumhohe Fensterflächen gliedern die Fassade der VIP-Box über dem Westgebäude und sorgen für optimale Sicht in das Stadion und Richtung Wörthersee. Erdgeschoß und Obergeschoß werden in WärmeDämmVerbundSystem (WDVS) ausgeführt. Fensterbänder
und Brüstungen gliedern diese Fassade.

Fußballakademie und Ballsportkompetenzzentrum: Als Fassadenhaut ist auch hier WDVS vorgesehen. Die Ballsporthalle wird partiell raumhoch verglast. Die Eingangsbereiche/Foyers werden durch eine Pfosten/Riegelkonstruktion verglast. Das Foyer der Fußballakademie erhält zusätzlich ein Oberlicht.

Neben der erforderlichen allgemeinen Haustechnik, sind Netzersatzanlagen, fernsehtaugliche Beleuchtung, Beschallungssystem, Einrichtungen der Telekommunikation, Sicherheits- und Zugangssystem sowie je eine Videowall im Norden und Süden etc. geplant. Weiters sind umweltrelevante Maßnahmen, wie Wärmerück- Sonnenenergiegewinnung
und Grundwassernutzung vorgesehen.

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Foto: Fritz Duras
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