| Spielerdaten Deco | |
|---|---|
| Vorname | Anderson Luis |
| Nachname | de Souza |
| Land | Portugal |
| Position | Mittelfeld |
| Verein | FC Barcelona (Spanien) (seit 2004) |
| bisherige Vereine |
Sporting Club Corinthians (Brasilien) (1996-1997) |
| Geboren | 27. August 1977 (São Bernardo do Campo/Brasilien) |
| Größe | 174 cm |
| Gewicht | 73 kg |
Im Jahre 1996 wurde Deco vom Amateur Verein Nacional Atlético Clube in São Paulo vom Großclub Corinthians gesichtet und sofort unter Vertrag genommen, doch nach nur einem Jahr wurde ihm das Vermögen abgesprochen bei so einem Verein professionell Fußball zu spielen. Daraufhin wurde er zum Bruderverein Corinthians Alagoano abgeschoben. Mit 19 Jahren machte er sich auf nach Portugal und wurde von Benfica unter Vertrag genommen, die mit Corinthians eine Partnerschaft führen. Im Training konnte er aber nicht wirklich überzeugen und wurde so in die zweite portugiesische Liga zum FC Alverca ausgeliehen. Nach einer Saison sollte sein Vertrag mit Benfica erneuert werden, doch der damalige Trainer Graeme Souness glaubte nicht an Decos Potential. Er wurde an den in Porto gelegenen Club SC Salgueiros verkauft wo er nach einigen Spielen sofort den Großclub FC Porto auf den Plan rief.
Im Jahre 1999 wechselte er zum FC Porto und war von Beginn an eine große Bereicherung für seinen neuen Verein, und er konnte sich auch sofort in die Herzen der Fans spielen die ihm sogleich den Namen „Magico“ verliehen. Nur sein Trainer war nicht ganz so zufrieden mit ihm, da er eigentlich von Defensivausgaben entbunden war, aber dennoch im Dienste der Mannschaft mehr nach hinten spielte als wie eigentlich vom Trainer vorgesehen nach vorne um das Spiel noch mehr zu leiten und zu lenken. Erst unter dem neuen Porto Trainer Jose Mourinho den blühte Deco endgültig auf, vor allem auch weil Mourinho in ihm den einzigen Lenker des Spiels seiner Mannsnchaft sah. Und so führte Deco den FC Porto im Jahre 2003 zum UEFA Cup Sieg und gleich in der darauf folgenden Saison zum Sieg in der UEFA Champions League. In 144 Spielen konnte Deco für den FC Porto 34 Tore erzielen.
Gerüchten zufolge sollte Deco nach der EURO 2004 seinem Trainer von Porto folgen und zum FC Chelsea wechseln. Doch auch der FC Bayern München (Deutschland) und der FC Barcelona (Spanien) beteiligten sich am Werben für diesen außergewöhnlichen Fußballer. Als bekannt wurde der Deal mit Chelsea wäre bald finalisiert stieg der deutsche Rekordmeister aus, doch der FC Barcelona verstärkte sein Werben indem er dem FC Porto neben einer beträchtlich erhöhten Summe auch das portugiesische Talent Ricardo Quaresma anbot. Der angeblich schon fixe Wechsel zum FC Chelsea fand nicht statt und so wechselte Deco zum katalanischen Großverein.
Presse und Fans in Barcelona waren anfangs aber sehr skeptisch was den neuen Mittelfeldspieler anbelangte, denn das offensive Mittelfeld war beim FC Barcelona eigentlich schon gut bestellt, vor allem mit Ronaldinho. Doch Trainer Frank Rijkaard (Holland) stellte Deco im zentralen Mittelfeld auf und überließ Ronaldinho mehr das offensive Mittelfeld. Wie sich bald herausstellen sollte war dies ein meisterlicher Zug, denn so konnte Deco sein gesamtes Potential als Leiter und Lenker im Spielaufbau aber auch in der Bewegung nach hinten ausschöpfen und wurde so schnell zu einem der wichtigsten Spieler in einer von Stars nur so sprühenden Mannschaft.
In seinen bisherigen Jahren beim FC Barcelona konnte Deco mit dieser Mannschaft zweimal die spanische Meisterschaft, sowie zweimal den spanischen Supercup und einmal die UEFA Champions League gewinnen. In 102 Auftritten für den katalanischen Spitzenclub konnte er 14 Tore erzielen.
Seine Nationalmannschaftskarriere war anfangs genau so holprig wie die Karriere im Clubfußball. Als Brasilianer wurde er nie in die "Seleção“ (= Auswahl) einberufen, doch aufgrund seiner langen Zeit in Portugal wurde er immer wieder von Medien und auch Kollegen als mögliche Option für die portugiesische "Selecção" gehandelt. Im Jahre 2002 komplettierte er sechs Jahre Leben in Portugal und erhielt daraufhin die portugiesische Staatsbürgerschaft. Der Missmut der Portugiesen dass ein eingebürgerter Brasilianer nun in der Nationalmannschaft spielt ist bis heute nicht ganz verklungen (ähnlich wie bei Mauro Camoranesi in Italien), aber sein Debüt ließ viele dieser Kritiker verstummen. Sein erstes Spiel für Portugal bestritt er ausgerechnet gegen seine alte Heimat Brasilien und erzielte sogar das 2:1 Siegtor durch einen direkt verwandelten. Dies war der erste Sieg der Portugiesen gegen Brasilien seit der WM 1966. Trainer Scolari kann auf ihn auf keinen Fall verzichten und sofern er von Verletzungen verschont bleibt wird er auch bei dieser EM ein wichtiger Teil der portugiesischen "Selecção" sein.
Bearbeitet von Sportredakteur Matthias
