Fußball-Europameisterschaft 2008 | Österreich & Schweiz | 7. - 29. Juni 2008 | EURO News

Franck Ribéry

Franck Ribéry, von den Fans auch liebevoll „Scarface“ oder „Kaiser Franck“ genannt ist mit Sicherheit einer der besten Fußballer Europas in der heutigen Zeit. Er ist der klassische Spielmacher der auch aus dem Rückraum gefährlich ist. Bei der EURO 2008 wird sicher seine große internationale Stunde schlagen.
Spielerdaten Franck Ribéry
Vorname Franck
Nachname Ribéry
Land Frankreich
Position Mittelfeld
Verein FC Bayern München, seit 2007
bisherige Vereine US Boulgone, 2001-2002
Olympique Alès 2002-2003
Stade Brestois  2003-2004
FC Metz 2004-2005
Galatasaray Istanbul 2005
Qlympique Marseille 2005-2007
Geboren 1. April 1983 in Boulogne-sur-Mer
Größe 170 cm
Gewicht 62 kg

Franck Ribéry hatte im Alter von zwei Jahren einen Autounfall, von welchem er noch heute seine markanten Narben hat. In seiner Jugend spielt er in Boulogne bei Conti. Danach kam er zu OSC Lille und spielte im Anschluss daran, ab 1999 für US Boulogne. Momentan steht dieser Klub in der Ligue 2 von Frankreich. Ribéry spielte noch in der Amateurliga für Boulogne und danach für Alès.

Sein Profidebüt gab er, nach einem weiteren Zwischenstop bei Brest für den FC Metz. Hier konnte Franck Ribéry gleich groß aufspielen und es kristallisierte sich schnell heraus, dass er oftmals den tödlichen Pass aus dem Hinterfeld geben konnte. Bei Metz konnte er in 20 Spielen ein Tor erzielen. Er profitierte stark vom Engagement seines damaligen Trainers Jean Fernandez, den er später wieder sehen sollte.

Es war wenig verwunderlich, dass sich gleich eine Top Mannschaft, seine Dienste sicherte. So spielte Franck Ribéry in der Saison 2005 in Istanbul und wurde dort von den Fans sehr schnell in die Herzen geschlossen. Mit Galatasaray (Türkei)gelang Ribéry auch sein erster Titelgewinn. Im Jahr 2005 holte er mit Klub aus der türkischen Metropole den Cup und schoss im Finale auch ein Tor. Insgesamt erzielte er in vierzehn Partien drei Tore.

Doch gab es bei Galatasaray Probleme mit dem Gehalt. So sagte Franck vor dem Sportgericht aus, dass er vier Monate kein Gehalt überwiesen bekam. Der türkische Klub wollte eine Ablösesumme von 10 Millionen Euro von Marseille (Frankreich), wohin Ribéry wechselte. Dieser Gerichtsfall wurde aber abschlägig für Galatasaray entschieden und Ribéry konnte ablösefrei zurück nach Frankreich. Wieder unter Fernandez`Leitung konnte Ribéry hier so richtig auftrumpfen. Unter seiner Leitung schaffte Marseille den Sprung in den UEFA Cup. Weitere französische Klubs wurden auf „Scarface“ aufmerksam, jedoch wurde er von Olympique für unverkäuflich erklärt.

Ganz so war es dann dich nicht und im Juli 2007 verließ Ribéry nach 68 Pflichtspielen in denen er 14 Tore schoss, Marseille und wechselte zum FC Bayern München (Deutschland). Auch hier sollte er der Spielmacher sein und wurde seinem Ruf gerecht, als er im Liga Cup sowohl gegen Werder Bremen und den VfB Stuttgart traf. Er konnte leider im Finale nicht spielen, welches Bayern gegen Schalke gewann. Für seinen Spielwitz bekannt, hat er im Pokalviertelfinale, am 28.2.2008, gegen die Münchner Löwen abgeliefert, als er in der Verlängerung seinen Strafstoß wiederholen musste und diesen, nachdem er auch den ersten versenkt hatte, in Panenka Art ins Tor lupfte.

Für die Équipe Tricolore lief Franck Ribéry erstmals im Jahr 2006 gegen Mexiko im Stade de France auf. Er war auch Mitglied des WM Kaders der Franzosen. Sein erstes Tor war auch gleich eines der wichtigsten der Franzosen am Weg zum Finale. Im Achtelfinale gegen Spanien konnte Ribéry den spanischen Schlussmann Casillas überlaufen und zum wichtigen 1:1 einschießen, welches es den Franzosen ermöglichte noch mit 3:1 in Viertelfinale ggen Brasilien einzuziehen. Auch im Finale spielte Ribéry und konnte beinah ein Tor in der Verlängerung erzielen.
Insgesamt lief Franck Ribéry 26 Mal für sein Land auf und konnte bisher 2 Treffer erzielen.

Ribéry ist konvertierter Moslem und seine Frau ist algerischer Abstammung. Er hat mittlerweile zwei Töchter mit seiner Frau.

Bearbeitet von Sportredakteur Martin
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